Auswertung EQ-SQ


Um nach Simon Baron-Cohen und Team die Art des Gehirns zu bestimmen, benötigt man sowohl den EQ als auch den SQ-Wert. Bevor Du hier also weiterliest, mache bitte die beiden Tests und notiere Dir die Punktzahlen, die Du erhalten hast.

Jeder der beiden Tests sagt Dir auch bei der Testauswertung, wie wahrscheinlich es anhand dieses Ergebnisses ist, daß Du zur Gruppe der Menschen mit Asperger Syndrom gehörst.

Die Kombination beider Testergebnisse weist nach der Theorie des britischen Teams daraufhin, welche Art von Gehirn man hat, entweder Extreme E, E, B, S oder Extreme S. E steht für "weibliches Gehirn", B für "ausgeglichenes Gehirn" und S für "männliches Gehirn". Das heißt jedoch nicht, daß alle Frauen ein sogenanntes "weibliches Gehirn" besitzen und alle Männer ein "männliches".

Die genannten Gehirntypen werden durch folgende Eigenschaften charakterisiert:

Extreme E = SQ << EQ

E = SQ < EQ

B = SQ ~ EQ

S =  SQ > EQ

Extreme S = SQ >> EQ

Der EQ kann Werte von 0 bis 80 haben, der SQ von 0 bis 150.

Eine Studie hat ergeben, daß etwa 62% von diagnostizierten Menschen mit AS oder HFA (hochfunktionierenden Autismus) ein Extreme S - Gehirn haben, das deshalb auch autistisches Gehirn genannt wird. Weitere 32% haben ein S-Gehirn, die restlichen 6% ein B- Gehirn. E und Extreme E traten bei Autisten nicht auf.

Zum Vergleich: in der Kontrollgruppe der Studie mit nichtautistischen Personen hatten 0,9% der Frauen und 5% der Männer ein Extreme S - Gehirn.

Nachfolgendes Bild hilft, sich mit den EQ- und SQ-Werten einzuordnen. Es ist entnommen aus "Predicting Autism Spectrum Quotient (AQ) from the Systemizing Quotient-Revised (SQ-R) and Empathy Quotient (EQ)" von Simon Baron-Cohen u.a.

Bild "scores.jpg"



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